Forschungsschwerpunkte

Neurologische Klinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Stefan Schwab

Epilepsiezentrum

Sprecher: OA Prof. Dr. med. Hajo Hamer
 

Diagnostik

Wir arbeiten an der Optimierung und Kombination der verfügbaren Techniken, im Hinblick auf Detektion einer strukturellen Läsion, die spezifische Artdiagnose der Läsion und den Nachweises ihrer Epileptogenität (Kooperation mit Neuroradiologie, Nuklearmedizin, MEG, Neurochirurgie).
Nähere Informationen: Priv.-Doz. Dr. Burkhard Kasper

Drug-Monitoring

Im Fokus steht die systematische Erfassung und Quantifizierung zahlreicher Aspekte der medikamentösen antikonvulsiven Therapie. Dazu gehört z.B. die Evaluation kognitiver Effekte der Therapie oder die Untersuchung der Antiepileptika-induzierten Osteopathie.
Nähere Informationen: Dr. Wolfgang Graf

EEG-Analyse

Zahlreiche Aspekte der EEG-Signal-Auswertung, wie z. B. automatisierte Anfallserkennung, qEEG (quantitatives EEG), Spike-Detektion sowie Quellenanalyse, stehen im Mittelpunkt unserer Forschung.
Darüber hinaus ist die Analyse hochfrequenter EEG-und MEG-Signale insbesondere bei Patienten mit subduralen und Tiefen-Elektroden ein spannendes Feld, um das Entstehen von epileptischen Anfällen besser zu verstehen.
Nähere Informationen: Dr. Rüdiger Hopfengärtner, Prof. Dr. Hajo Hamer, MHBA

Geschichte der Epileptologie

Wir interessieren uns für historische Aspekte der Epilepsieforschung, Beiträge berühmter Forscherpersönlichkeiten, Begriffsgeschichte und Strömungen der Epileptologie.
Nähere Informationen: Priv.-Doz. Dr. Burkhard Kasper

Immunologische Veränderung bei Epilepsien

Es mehren sich die Hinweise, dass Epilepsien auch durch entzündliche Veränderungen ausgelöst und unterhalten werden können. Dabei ist das Zusammenspiel zwischen Entzündungszellen und Nervenzellen noch nicht gut verstanden. Falls diese Zusammenhänge bekannt wären, könnte auch u.U. über eine Beeinflussung des Entzündungssystems eine ganz neue Gruppe von Antiepileptika entstehen. Diese Möglichkeiten möchten wir an unserem Zentrum ausloten.
Nähere Informationen: Prof. Dr. Hajo Hamer, MHBA

Kognition

Wir interessieren uns für vielschichtige Facetten der Neuropsychologie der Epileptologie (z.B autobiographische Aspekte des Gedächtnisses, Sprachfunktionen, social cognition, theory of mind). Als besonderes wichtig erachten wir die Kombination klinisch-neuropsychologischer Befunde mit Befunden anderer Modalitäten und Grundlagenerkenntnissen.
Nähere Informationen: Dr. Michael Schwarz

Magnetenzephalografie

Klinische und wissenschaftliche Anwendungen der Magnetenzephalographie sind ein Schwerpunkt im Epilepsiezentrum.
Nähere Information: Dr. Stefan Rampp, Prof. Dr. Hermann Stefan

MR-Bildgebung

In enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für Neuroradiologie erforschen wir die Anwendung neuer Techniken, Entwicklung neuer Anwendungen und deren Validierung im klinischen Gebrauch.
Nähere Informationen: Prof. Dr. Hajo Hamer, MHBA

Neurostimulation

Neurostimulatorische Verfahren bilden neben der medikamentösen antikonvulsiven Behandlung und epilepsiechirurgischen Eingriffen eine weitere wichtige Behandlungssäule bei der Behandlung therapieschwieriger Epilepsien. Im Vordergrund stehen dabei die Vagusnervstimulation (VNS) und die Tiefe Hirnstimulation (THS). Die wissenschaftlichen Projekte zu dieser Thematik befassen sich mit der strukturierten Erfassung der Therapieeffekte, der Implementierung neuer Stimulationsverfahren wie der transcutanen Vagusnervstimulation (t-VNS) und der Anwendung bildgebender Verfahren bei Neurostimulation.
Nähere Informationen: Dr. Wolfgang Graf

Sozioökonomische Aspekte der Epilepsie

Durch die epileptischen Anfälle erleben die Betroffenen häufig auch Stigmatisierung, Arbeitslosigkeit bis hin zur Frühberentung und Schwierigkeiten im privaten wie sozialen Umfeld. Diese Folgen der Epilepsie stehen im Mittelpunkt unserer Versorgungsforschung. Hier sollen die sozialen Folgen erfasst und charakterisiert werden, Zusammenhänge zwischen der Epilepsie und dem beruflichen und privaten Umfeld analysiert werden sowie Lösungswege für einen Erhalt der Lebensqualität erarbeitet werden. Dazu ist eine intensive interdisziplinare Zusammenarbeit mit universitären wie außeruniversitären Einrichtungen (z. B. Netzwerk für Epilepsie und Arbeit) notwendig.
Lehre und Information: Prof. Dr. Hajo Hamer, MHBA

Telemedizin

Telemedizinische Anwendungen gewinnen auch im Bereich der Neurologie zunehmend an Bedeutung. Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wurde das Telemedizinische Netzwerk für Epilepsie in Bayern (TelEp) gegründet. Im Rahmen des Projektes wird die Anwendbarkeit telemedizinischer Verfahren in der Diagnostik und Therapie von Epilepsien wissenschaftlich untersucht.
Link: http://www.telep.org
Nähere Informationen: Prof. Dr. Hajo Hamer, MHBA u. Dr. Wolfgang Graf

ZNS-Fehlbildungen

Gegenstand des Interesses ist die Epilepsie bei angeborenen Fehlbildungen des Gehirns im klinischen Erscheinungsbild (Semiologie, Verlauf, Kognition) und incl. des genetischen Hintergrundes. In dieses Feld fallen bilaterale periventrikuläre Heterotopien, singuläre Heterotopien, Bandheretotopien (Double-Cortex), Polymikrogyrien , Schizenzephalien und andere.
Publikation:
Kasper BS, Kurzbuch K, Chang BS, Pauli E, Hamer HM, Winkler J, Hehr U. Paternal inheritance of classic X-linked bilateral periventricular nodular heterotopia. Am J Med Genet A. 2013 Jun;161(6):1323-8.
Nähere Informationen: Priv.-Doz. Dr. Burkhard Kasper

 
 
 
 
 
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Zusammenfassung