Monitoring - Einheit

Neurologische Klinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Stefan Schwab

Epilepsiezentrum

Sprecher: OA Prof. Dr. med. Hajo Hamer

Wenn ambulante Untersuchungen nicht ausreichen, führt der Weg in die Monitoring-Einheit. Sie ist das Herzstück eines Epilepsiezentrums. Hier findet das Video-EEG-Monitoring, eine systematisierte Anfallsaufzeichnung statt.
Dabei werden bei gleichzeitiger Video-Aufzeichnung und Messung der Hirnströme mittels EEG über Tage bis Wochen wichtige Informationen über das Anfallsgeschehen gewonnen. Ziel dieser simultanen Doppelbildaufzeichnung ist eine möglichst genaue Bestimmung der Hirnregionen, in denen das epileptische Geschehen seinen Ursprung hat.
 
2004 wurde ein komplett neues System installiert. 2011 wurde die Monitoring-Einheit aufwändig renoviert. Erlangen hat damit eines der modernsten Epilepsiezentren überhaupt. Eine Besonderheit ist etwa, dass sich die Patienten während der Diagnostik in Gruppen- und Schlafräumen frei bewegen können. Bislang mussten Patienten mit einem festen Kabel am Überwachungssystem angeschlossen werden. Die Befunddaten werden digital erfasst und in das zentrale Kliniknetzwerk eingespeist.

Die Fokuslokalisation durch die simultane Doppelbildaufzeichnung – ergänzt durch weitere Befunde wie hochauflösende Kernspintomografie, SPECT, PET, neuropsychologische Untersuchung und die patientenschonende, berührungsfreie Magnetfeldmessung mittels Magnetoenzephalografie (MEG), die weltweit nur wenigen Epilepsiezentren zur Verfügung steht - ist Grundvoraussetzung für die Planung einer chirurgischen Therapie.

Die Leitstelle der Monitoring-Einheit ist der Stützpunkt für die medizinisch-technischen Assistentinnen, die die Video- und EEG-Technik bedienen. Aufenthaltsraum und Patientenbetten sind um die Leitstelle angeordnet.

Gegebenenfalls liefert das Monitoring auch Informationen darüber, ob es sich überhaupt um einen epileptischen Anfall handelt oder ob eine andere Erkrankung vorliegt.

Unsere Station verfügt über sechs Ableiteplätze für das Video-EEG-Monitoring sowie drei weitere Betten. Speziell geschulte Ärzte, MTA, Schwestern, Psychologen und der Sozialdienst kümmern sich hier um unsere Epilepsiepatienten und stehen ihnen bei den manchmal als beschwerlich empfundenen eingreifenden Untersuchungen bei. Physiker, Informatiker und ein dem Zentrum zuarbeitender Ingenieur kümmern sich um die hochspezialisierte Medizintechnik und arbeiten an der Weiterentwicklung der Untersuchungsverfahren und der damit verbundenen DV-Technik.

Patienten, die zum Video-EEG-Monitoring aufgenommen werden, dürfen während ihres Aufenthalts den Monitoring-Bereich nicht verlassen.

Sie können sich jedoch innerhalb ihres Zimmers und des freundlichen Aufenthaltsbereichs frei bewegen.

Zur Ausstattung gehören Fernseh- und Radiogeräte, Spiele und eine kleine Bibliothek.

 

 
 
 
 
 
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